Ohne KategorieGastro-Betriebe sehen sich in Existenz bedroht

27. September 2020
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Jeder zweite Gastro-Betrieb sieht sich in Existenz bedroht

Rund 60 Prozent der Betreiber von Kneipen, Bars, Restaurants und Hotels in Deutschland sehen die Coronakrise inzwischen als Existenzbedrohung.

Eine Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands DEHOGA unter 7.200 Gastronomen und Hoteliers berichtet von diesen erschreckenden Zahlen.  Konkret gaben demnach 59,6 Prozent aller teilnehmenden Betriebe an, dass sie wegen Corona um ihr Überleben kämpfen.

Die Corona-Pandemie hat das Gastgewerbe in die größte Krise der Nachkriegszeit gestürzt. Von Januar bis Juli beklagen die Betriebe laut der DEHOGA-Umfrage im Durchschnitt Umsatzverluste in Höhe von 60,1 Prozent. Auf das Gesamtjahr bezogen, rechnen die Betriebe mit einem Umsatzrückgang im Schnitt von mindestens 51,0 Prozent. Ein Grund für die Umsatzverluste sind demnach neben dem wochenlangen Lockdown auch die nach der Wiederöffnung verhängten Vorschriften zur Vermeidung von Ansteckungen mit dem Virus. Aufgrund der Abstandsgebote sei die Kapazität der Betriebe um durchschnittlich 42 Prozent eingeschränkt.

Auch wenn es staatliche Hilfsangebote für die Betriebe gibt, geben 62,1 Prozent der Betriebe an, dass die bisher von Bund und Ländern angebotenen Liquiditätshilfen und Kreditprogramme nicht ausreichten, um die Krise zu bewältigen.

Und als ob das alles nicht schon schwer genug ist, erreichen uns aus Deutschland alarmierende Nachrichten:

Großbank kündigt einem Hotel alle Konten

Die Corona Krise trifft Gastronomen und Hotels auf der ganzen Welt besonders hart. Aber es kommt noch dicker. Deutschlands Commerzbank kündigte einer jahrzehntelangen Kundin aus der Hotellerie ohne Begründung alle Konten – geschäftlich und privat. Gründe wurden nicht genannt, aber wie Medien berichten scheint dahinter eine Methode zu stehen. Ohne Angabe von Gründen erfolgt die Kündigung nur unter Bezugnahme auf die AGB.

Durch die Kontokündigungen will man sich wohl präventiv von unliebsamen Kunden trennen, deren Geschäfte über kurz oder lang Opfer der Corona-Krise werden, was gerade in der Hotellerie und Gastronomie der Fall ist. Manchmal reicht es schon als Grund, wenn der Betrieb staatliche Hilfen in Anspruch nimmt. Aufgrund der neuerlichen Entwicklung der Infektionszahlen wird die Situation auf unabsehbare Zeit nicht besser werden. Betrachter man die Zahlen der Statistiker, werden viele Betriebe der Hotellerie und Gastronomie auf der Strecke bleiben.